...living next door...
Dein Zimmer und mein Wohnzimmerfenster neben dem Schreibtisch liegen im rechten Winkel zu einander.
Vor einigen Wochen, als es draußen dunkel war und drinnen hell, waren wir beide emsig am Schreibtisch beschäftigt. Ab und an schaute ich zu Dir rüber. Eine Beruhigung, dass da noch jemand beschäftigt war. Und ganz bestimmt hast du auch das eine oder andere Mal zu mir rüber geschaut. Manchmal zogst Du den Vorhang zu, manchmal tat ich das. Manchmal ließen wir beide den Vorhang offen, störten uns nicht an möglichen Blicken von Gegenüber.
Jetzt ist Dein Zimmer leer. Ein Stillleben. Seit Wochen sehe ich nur noch wenige Dinge. Ein Buch, dass auf einer Plastikdose liegt, die ganz nach der Verpackung von Zitronentee aussieht. Die Titelseite steht nach oben, als wollte das Buch den Menschen auffordern es zu lesen. Aber es keiner da. Seit Wochen schon. Kein Licht. Keine Bewegung jenseits der Fensterscheibe. Kein Mensch.
Du hast es geschafft, dein Abi. Nun bist Du von zu Hause ausgezogen, ähnlich wie ich vor einigen Jahren. Ich fühle mit Dir. Ich erinnere mich an die Aufregung und das Heimweh der ersten Wochen. Daran, wie neu alles war, beinahe befremdlich. Und ich frag' mich, wie es Dir jetzt so geht. Was Du so machst.
Und ich wünsche Dir alles Gute!
Vor einigen Wochen, als es draußen dunkel war und drinnen hell, waren wir beide emsig am Schreibtisch beschäftigt. Ab und an schaute ich zu Dir rüber. Eine Beruhigung, dass da noch jemand beschäftigt war. Und ganz bestimmt hast du auch das eine oder andere Mal zu mir rüber geschaut. Manchmal zogst Du den Vorhang zu, manchmal tat ich das. Manchmal ließen wir beide den Vorhang offen, störten uns nicht an möglichen Blicken von Gegenüber.
Jetzt ist Dein Zimmer leer. Ein Stillleben. Seit Wochen sehe ich nur noch wenige Dinge. Ein Buch, dass auf einer Plastikdose liegt, die ganz nach der Verpackung von Zitronentee aussieht. Die Titelseite steht nach oben, als wollte das Buch den Menschen auffordern es zu lesen. Aber es keiner da. Seit Wochen schon. Kein Licht. Keine Bewegung jenseits der Fensterscheibe. Kein Mensch.
Du hast es geschafft, dein Abi. Nun bist Du von zu Hause ausgezogen, ähnlich wie ich vor einigen Jahren. Ich fühle mit Dir. Ich erinnere mich an die Aufregung und das Heimweh der ersten Wochen. Daran, wie neu alles war, beinahe befremdlich. Und ich frag' mich, wie es Dir jetzt so geht. Was Du so machst.
Und ich wünsche Dir alles Gute!
Lady Sunflower - Do, 20. Nov, 13:44
GreenEyesMind - Fr, 21. Nov, 18:54
man kennt den menschen nicht, aber man sieht ihn und kennt ihn doch irgendwie...ich weiß ja nicht, wie das mit deinem nachbarn war, aber irgendwie hat das doch was...
Frau Tupfelmaus - So, 23. Nov, 11:13
Hört sich sooo traurig an, schon komisch wie schnell man einen Menschen vermissen kann - auch wenn man ihn gar nicht kennt..

Die Zeit kommt, die Zeit geht, aber die Zeit bleibt nie stehen.